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    Lernen wie die Gedächtnis-Weltmeister
 
 
Angst vor dem Lernen ist völlig unnötig. Die Technik der Gedächtniskünstler ermöglicht es, sich Sprachen oder Sachverhalte in kurzer Zeit einzuprägen.
Lernen ist weniger eine Frage der Zeit, als vielmehr eine Frage der Effektivität und Intensität.

Vielleicht haben Sie ja schon mal erstaunliche Demonstrationen von Gedächtnismeistern im Fernsehen gesehen. Auf die häufig sich daran anschließende Frage des Moderators, wie sie diese phänomenale Gedächtnisleistung denn haben erreichen können, hört man meistens die Antwort: „Natürlich mit der Routen-Methode!“

Die Routen-Methode ist sicherlich der effektivste Weg, um sich riesige Mengen an Daten, Informationen, Fakten oder anderes zu merken.
Sie wurde bereits im Altertum benutzt und ist auch unter der Bezeichnung Loci-Methode (lateinisch: locus = Ort, Platz, Stelle) bekannt.

Cicero und seine Methode Cicero und seine „Methode“
Die großen Redner im alten Rom, wie zum Beispiel Cicero (106 – 43 v.Chr.), hielten ihre stundenlangen Reden, indem sie ein wichtiges Stichwort ihrer Rede auf jeweils einen Routenpunkt ablegten. Die Routenmethode war damals von so großer Bedeutung, dass man von ihr einfach als „die Methode“ sprach. Obgleich Redewendungen in unserer heutigen Sprache noch an diese Methode erinnern, wie etwa der Ausdruck „an erster Stelle ist zu nennen …“, geriet dieses kostbare Wissen in den letzten Jahrhunderten zunehmend in Vergessenheit. Erst in den letzten Jahren konnte durch die erstaunlichen Ergebnisse in wissenschaftlichen Untersuchungen und die erstaunlichen Leistungen der Gedächtnissportler diese Methode wieder belebt werden und wird nun hoffentlich ihren Weg in die Schulen, Universitäten und sonstigen Ausbildungsinstituten fortsetzen.

 Die Drei-Schritt-Methode
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Im ersten Schritt entscheidet man sich in einer Umgebung für gewisse Punkte in einer festen Reihenfolge und speichert diese im Gedächtnis ab.
Im zweiten Schritt legt man die zu lernenden Informationen als mentale Bilder auf den Punkten der Route ab.
Der dritte Schritt ist kein Schritt des Lernens, sondern der des Abrufens der Information: denn will man nun die auf diese Weise abgespeicherten Daten wiedergeben, braucht man nur die einzelnen Anker-Punkte, mit ihren daran gekoppelten Informationen, im Geiste wieder abzuschreiten!
 
Es ist unglaublich, wie leicht und sicher man sich auf diese Weise die unterschiedlichsten Dinge merken kann!

Die Kurzzeit-Route
Sie können solche Routen grundsätzlich auf zwei unterschiedliche Weisen verwenden.
Damit können Sie in idealer Weise einen auf diese Weise (bei Prüfungen) verbotenen Spickzettel ersetzen. Oder Sie speichern (bei Prüfungen) Stichwörter eines Vortrages, ab, damit Sie ihn völlig frei halten können. Zwar bleibt der Lernstoff, den Sie mit dieser Methode richtig – nämlich unter Einsatz der Mentalfaktoren und etwas Übung – abgelegt haben, viele Stunden und Tage im Gedächtnis, dennoch verblasst auch bei dieser Methode die Erinnerung. In diesem Fall könnten Sie dann dieselbe Route wieder für etwas anderes verwenden.


Die Langzeit-Route
Wenn Sie allerdings einen Lernstoff für längere Zeit, zum Beispiel ein ganzes Semester lang, auf Abruf bereithalten möchten, dann erstellen oder wählen Sie dafür eine passende Route mit ausreichend Routenpunkten und legen die Wissensinformation darauf fest ab. Diese Route müssen Sie dann in regelmäßigen Abständen zur Wiederholung mental  a b s c h r e i t e n.
Ein Anwendungsbeispiel hierzu wäre die Abspeicherung des gesamten Lernstoffes von einem Lernfach wie Physik oder Philosophie, den Sie für die große Abschlussklausur oder das Abitur parat haben möchten.

Natürlich benötigen Sie mehr als eine Route, um diese Methode sinnvoll zum Lernen einzusetzen. Der Gedächtnis-Weltmeister Gunther Karsten zum Beispiel hat etwa 60 (!) Routen mit Längen zwischen 20 und 100 Routenpunkten im Kopf. So viele benötigen Sie natürlich nicht – schauen Sie selber, welche Anzahl für Sie geeignet ist und wo Sie überall Routen machen möchten. Alle Routen eignen sich, zum Beispiel: ihre eigene Wohnung, Küche, Bad, Ihr Auto, Ihre Zimmerpflanzen, Schreibtisch, ein Kleid, ein Anzug, Ihr Garten, die Straße, in der Sie wohnen, ein menschlicher Körper, Ihre Haustür u.v.a.m..
Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt!

Das Fantastische an dieser Methode ist, dass man Informationen nicht nur sehr leicht zu 100 Prozent abrufen kann, sondern dass dieses auch in einer eindeutig festgelegten Reihenfolge geschieht, was von großer Wichtigkeit sein kann.

 Die Schlüsselwort-Methode
Das Lernen von Vokabeln und Fremdwörtern
Die meisten Menschen hassen solche Lernaufgabe, weil es hier eigentlich nichts zu verstehen gibt, sondern einem nur das Pauken und Büffeln übrig bleibt – was immer anstrengt und immens langweilig ist.
Doch es gibt noch einen anderen Weg. Einen Weg, mit dem man sich nicht nur viel leichter und effizienter die Vokabeln zu Gemüte führen kann, sondern einen Weg, der auch viel mehr Spaß bringt:
Abstrakte Lernstoffe lassen sich viel besser merken, wenn sie mit viel Fantasie mit einem entsprechenden, mentalen Bild versehen werden (quasi einem Ersatzbild).

Im Grunde sind ja neue Wörter nichts anderes, als eine sich schwer zu merkende Reihenfolge von Buchstaben. Bei dieser Methode – die als Schlüsselwort-Methode bezeichnet wird, geht man immer in zwei Schritten vor.

Erster Schritt:

Wir suchen uns ein Wort aus unserer Muttersprache, welches so ähnlich wie die neue Vokabel klingt. Dies ist das Schlüsselwort, da es uns quasi den Schlüssel zur neuen Vokabel bereitstellt.


Zweiter Schritt:
Wir verknüpfen das Schlüsselwort als mentales Bild mit der Übersetzung der zu lernenden Vokabel unter Einsatz unserer Fantasie und Kreativität (und möglichst weiterer Gedächtnis-Mentalfaktoren) zu einem Merkbild.

Lern-Chancen mit der Schlüsselwort-Methode
Spanisches Wort "olvidar" = vergessen: einen bestimmten Oliver kann man eigentlich vergessen
Spanisches Wort "Verano" = Sommer: Zeit, in der man auf der Veranda sitzen kann
Spanisches Wort "limpiar" = reinigen: putzen sollte o lympische Disziplin werden

Die Schlüsselwort-Methode, die auch wissenschaftlich sehr gut untersucht ist, hat zu Leistungssteigerungen beim Vokabellernen von bis zu 300 Prozent geführt.

Übrigens sollte man keine Angst davor haben, dass man irgendwann den Kopf voller Bilder hat, denn das Merkbild ist sozusagen eine hilfreiche und unterstützende, vorübergehende „Krücke“, um die unbekannte Vokabel über das Merkbild ins normale Langzeitgedächtnis zu übertragen.

Für eine weitere effektive Methode des Lernens hat der Gedächtnis-Weltmeister den Begriff Logomonik erfunden. Dieses Wort setzt sich aus Logik und Nnemonik (das Fachwort für Gedächtniskunst) zusammen.


Hierbei ist das Besondere, dass keine vernünftige Logik entwickelt werden muss, sondern mehr eine fantasievolle Logik, bei der zwei oder mehr Dinge logisch kombiniert werden, die normaler Weise nichts miteinander zu tun haben.

Beispiel:
Sokrates, Platon, Aristoteles: nur wenige bekommen die richtige Reihenfolge dieser drei berühmten griechischen Philosophen hin, die gegenseitig in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis standen. Aber es ist doch „logisch“: man muss sich nur vorstellen, dass sie gemeinsam immer in einem schönen Kurort philosophierten und Kurort heißt auf Englisch „Spa“ ( Sokrates, Platon, Aristoteles).

Auf den ersten Blick mutet diese Logomonik-Methode vielleicht etwas kurios oder gar kauzig an, weil sie voller verrückter Fantasie ist. Doch haftet einem ein logomonisches Bild sehr fest und lange im Gedächtnis, ohne dass man es häufig wiederholen müsste. Auf diese Art und Weise eine Information abzuspeichern funktioniert natürlich nicht immer und ist am besten einzusetzen, wenn man ein und dieselbe Sache ständig vergisst oder durcheinander bringt. Insbesondere dann sollte man ein logomonisches Bild erstellen.
Das macht Spaß und auf Dauer zum Sieger über das Vergessen!

 Buchtipps:
Lernen wie ein Weltmeister "Lernen wie ein Weltmeister"
Zahlen, Fakten, Vokabeln schneller und effektiver lernen“

Preis: 12,95 Euro
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  Erfolgsgedächnis "Erfolgsgedächtnis – vom Gedächtnisweltmeister"
Autor Dr. Gunther Karsten, Verlag Mosaik bei Goldmann.
 
         
 
 Beispiel der angewandten Leichtlernmethode in der Heilpraktikerschule Hoher Vogelsberg
Bioline-Magazin Auszug Artikel aus der Zeitschrift Bioline Ausgabe 5/07
Interview mit Frau Christa Krucker
Dozentin an der Heilpraktikerschule Hoher Vogelsberg
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Psychoonkologie-Coping (psychotherapeutische Unterstützung zur Krankheits- und Krisenbewältigung).
Die angewandte Leichtlern-Methode der Gedächtnissportler.
sowie ein Beispiel aus dem Lehrskript.

Die Leichtlernmethode  
 
         
         
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